Luftdichtheitsprüfungen (Blower Door)

Blowtest®

Vollautomatisches Luftdichtheitsmessgerät zur Überprüfung der Luftdichtheit von Wohngebäuden nach dem sog. blower door Verfahren. Blowtest® dient der Sicherstellung der EnEV und zum Nachweis Ihrer Bauqualität (Zertifikat).

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Grundlagen

Notwendigkeit der Luftdichtheit

Definitionen:

Luftdicht: Die Dichtheit der Gebäudehülle wird durch eine Luftdichtigkeitsschicht erreicht, die Strö­mungen von innen nach außen und umgekehrt verhindert. Sie liegt meist auf der warmen Seite der Konstruktion und übernimmt oft die Funktion der Dampfsperre oder -bremse.

Winddicht: Die Winddichtung verhindert Luftströmungen von außen in den Dämmstoff hinein und

wieder nach außen (Dämmschutzschicht). Sie liegt im äußeren Bereich der

Konstruktion.

Gründe für luftdichte Bauweise:

 Bauphysikalische Sicherheit

Strömt warme und feuchte Raumluft über Lecklagen in die kältere Wandkonstruktion, kann es

zur Kondensation eines Teils der Luftfeuchtigkeit kommen. Dadurch wird die Konstruktion in der Umgebung der Undichtigkeit durchfeuchtet. Die Folge sind Bauschäden. Es kommt zu Schimmelpilzwachstum und die gesundheitsschädlichen Schimmelpilzsporen können durch Luftzirku­lation in der Wohnung verteilt werden.


Messverfahren

Die DIN EN 13829:2000 unterscheidet zwischen zwei Verfahren:

Verfahren A: Hier erfolgt die Prüfung des Gebäudes im Nutzungszustand. Dies bedeutet, dass die Gebäudehülle dem Zustand entspricht, in dem Heizungs- oder Klimaanlagen genutzt werden.

Dieses Verfahren dient zur Ermittlung des nso-Wertes nach Energieeinsparverordnung.

Verfahren B: Prüfung der Gebäudehülle. Die Messung kann erfolgen, sobald die luftdichte Ebene fertig gestellt ist. Einstellbare und absichtlich vorhandene Öffnungen in der Gebäude­hülle werden geschlossen oder abgedichtet.

Dieses Verfahren dient ausschließlich zur Leckageortung und Qualitätssicherung, aber

nicht zur Ermittlung eines aussagefähigen nso-Wertes.

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Für die Messung mit dem Differenzdruckverfahren wird ein Ventilator dicht in ein Fenster oder eine Tür der Außenhülle eingebaut. Nachdem alle Öffnungen der Gebäudehülle geschlossen sind, wird mittels dieses drehzahlgeregelten Ventilators, zwischen innen und außen, ein Unterdruck bzw. ein Überdruck von 50 Pa erzeugt. Durch vorhandene Leckagen strömt Luft von außen nach. Der Ventilator muss die Summe der durch Leckagen einströmenden Luft fördern, um die Druckdifferenz halten zu können. Diese einströmende Luftmenge ist der Leckagestrom, welcher Grundlage für die Bestimmung weiterer abgeleiteter Größen ist (nso, Wso, qso)

Formulare : Checkliste zur Luftdichtheitsuntersuchung

Können unter Downloads – Formulare herunter geladen werden